Beschreibung
Ein Wirtshaus wie aus dem Bilderbuch gibt es selten. ​ Jeder weiß irgendwie, was gemeint ist: Gemütlichkeit, fast Behaglichkeit, angenehmes Licht, ein schöner Holztisch, nette Menschen, gute Musik, ebensolches Essen und eine Wein- und Bierkarte, die durstig macht. Zugegeben, alles passt selten, und wenn das eine besonders gut ist, kann man über das andere gern hinwegsehen. ​ Besonders schön daher, dass es Orte gibt, an denen das Wirtshaus dem Bilderbuch verdächtig nahekommt, nein, es übertrifft. Wie zum Beispiel im neuen Wirtshaus 'Zum Roten Bären' in der Berggasse 39, das in den einstigen 'Braunen Bären' eingezogen ist und zwecks Verwirrung das Schild vom Vorgänger einstweilen noch hängen ließ. Wobei das auch nicht weiter stört. Menschen mit Bilderbuchwirtshaus-Sehnsucht finden auch so dorthin. Ein Lokal, das ein Klavier im Eck stehen hat, kann schon einmal nicht schlecht sein. Wenn dann darauf ein Akkordeon liegt und darunter ein Cello, umso besser. Auch wenn die Musiker heute Pause haben – Syl Johnson's 'Is it because I am black“ hören wir auch gern. ​ Noch lieber aber lesen wir die Karte, auch wenn es ein bisschen dauert, bis diese den Weg zu uns findet. Angesichts dessen, was kurz darauf serviert wird, haben wir das aber längst vergessen. Die neuen Betreiber Graf Myshkin, Hai Hogo und Hans Gammastrahl (...letzterer zuvor im Fabios, Roten Elefant Top-Kino, Spirali, Lux... kochend...) haben sich im Wirtshaus 'Zum Roten Bären' auf Hausmannskost aus dem Gebiet der ehemaligen Monarchie Österreich-Ungarns spezialisiert. Also geröstete Lammleber, gegrillte Krake, Gulyas, Schnitzel, Backfleisch, Kalbsbutterschnitzel, Reisfleisch, Krautfleckerl, Eiernockerln, Pasta, saure Wurst, Carpaccio, Risotto, Fischgerichte, gegrillte Krake, slowenische Vorspeisen, Steinpilze, Spargel, deftige Bräten, Sterz, ...Pana Cotta, Creme Brulée, Griessauflauf, Palatschinken und viel mehr. Die Erdäpfel-Kräuter-Suppe mit Hühnerleber ist ein Gedicht und kommt mit einer großen Portion Innereien, Kräutern und frischen Holunderblüten daher. Weiter geht es mit einem köstlichen Tafelspitz mit Erdäpfelpüree – unglaublich zartes, mürbes Fleisch. Und weil dort die Hausmannskost nicht so streng genommen wird, gibt es auch schwarzes Risotto mit Baby-Oktopus, geschmorten Tomaten, Spargel und Zitronen - so gut, dass wir einfach stumm bleiben und genießen. Oder noch einen Schluck nehmen. Das Bier vom Fass kommt aus den Häusern Černá Hora (Empfehlung!) und Schremser, aus der Flasche gibts es Augustiner Edelstoff und Puntigamer. Die Weine kommen zumeist aus Österreich, manchmal gesellt sich ein Slowene, Italiener oder Franzos dazu. Schnaps und Cocktails gibt es auch, darunter einen Supertrump (Bourbon Sour Mandel), nen Putinesca (Wodka Soda Veilchen) und nen Pussy Popper (Gin Soda Limon-Melon). Warum einer der Wirte immer eine Sonnenbrille trägt, verstehen wir nicht. Macht nichts. Wir kommen wieder – sehr, sehr gern. ​ (...unter Verwendung einer Rezension - "Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2014)
 
Dauer
3 Jahre
Bezahlung im
1. Lehrjahr: 0.00 €
2. Lehrjahr: 0.00 €
3. Lehrjahr: 0.00 €
4. Lehrjahr: 0.00 €
 
Firma
Bodingbauer Johannes Lohengrin e.U. Zum Roten Bären
Ansprechpartner
Herr Bodingbauer
 
Über die Firma
Ein Wirtshaus wie aus dem Bilderbuch gibt es selten.



Jeder weiß irgendwie, was gemeint ist: Gemütlichkeit, fast Behaglichkeit, angenehmes Licht, ein schöner Holztisch, nette Menschen, gute Musik, ebensolches Essen und eine Wein- und Bierkarte, die durstig macht. Zugegeben, alles passt selten, und wenn das eine besonders gut ist, kann man über das andere gern hinwegsehen.



Besonders schön daher, dass es Orte gibt, an denen das Wirtshaus dem Bilderbuch verdächtig nahekommt, nein, es übertrifft.

Wie zum Beispiel im neuen Wirtshaus 'Zum Roten Bären' in der Berggasse 39, das in den einstigen 'Braunen Bären' eingezogen ist und zwecks Verwirrung das Schild vom Vorgänger einstweilen noch hängen ließ. Wobei das auch nicht weiter stört. Menschen mit Bilderbuchwirtshaus-Sehnsucht finden auch so dorthin. Ein Lokal, das ein Klavier im Eck stehen hat, kann schon einmal nicht schlecht sein. Wenn dann darauf ein Akkordeon liegt und darunter ein Cello, umso besser. Auch wenn die Musiker heute Pause haben – Syl Johnson's 'Is it because I am black“ hören wir auch gern.



Noch lieber aber lesen wir die Karte, auch wenn es ein bisschen dauert, bis diese den Weg zu uns findet. Angesichts dessen, was kurz darauf serviert wird, haben wir das aber längst vergessen. Die neuen Betreiber Graf Myshkin, Hai Hogo und Hans Gammastrahl (...letzterer zuvor im Fabios, Roten Elefant Top-Kino, Spirali, Lux... kochend...) haben sich im Wirtshaus 'Zum Roten Bären' auf Hausmannskost aus dem Gebiet der ehemaligen Monarchie Österreich-Ungarns spezialisiert. Also geröstete Lammleber, gegrillte Krake, Gulyas, Schnitzel, Backfleisch, Kalbsbutterschnitzel, Reisfleisch, Krautfleckerl, Eiernockerln, Pasta, saure Wurst, Carpaccio, Risotto, Fischgerichte, gegrillte Krake, slowenische Vorspeisen, Steinpilze, Spargel, deftige Bräten, Sterz, ...Pana Cotta, Creme Brulée, Griessauflauf, Palatschinken und viel mehr.



Die Erdäpfel-Kräuter-Suppe mit Hühnerleber ist ein Gedicht und kommt mit einer großen Portion Innereien, Kräutern und frischen Holunderblüten daher. Weiter geht es mit einem köstlichen Tafelspitz mit Erdäpfelpüree – unglaublich zartes, mürbes Fleisch. Und weil dort die Hausmannskost nicht so streng genommen wird, gibt es auch schwarzes Risotto mit Baby-Oktopus, geschmorten Tomaten, Spargel und Zitronen - so gut, dass wir einfach stumm bleiben und genießen. Oder noch einen Schluck nehmen. Das Bier vom Fass kommt aus den Häusern Černá Hora (Empfehlung!) und Schremser, aus der Flasche gibts es Augustiner Edelstoff und Puntigamer. Die Weine kommen zumeist aus Österreich, manchmal gesellt sich ein Slowene, Italiener oder Franzos dazu. Schnaps und Cocktails gibt es auch, darunter einen Supertrump (Bourbon Sour Mandel), nen Putinesca (Wodka Soda Veilchen) und nen Pussy Popper (Gin Soda Limon-Melon). Warum einer der Wirte immer eine Sonnenbrille trägt, verstehen wir nicht. Macht nichts. Wir kommen wieder – sehr, sehr gern.



(...unter Verwendung einer Rezension - "Die Presse", Print-Ausgabe, 18.05.2014)
 
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